Was dich davon abhält glücklich zu sein

Lesezeit: 14 Minuten

Wir alle streben nach einem glücklichen Leben. Wir sehen, wie gut es den anderen geht + denken, dass es uns nicht gegönnt ist, glücklich zu sein. Was viele aber nicht sehen ist, dass wir uns meistens selbst im Weg stehen. Viele suchen die Schuld im Außen bei den anderen oder den aktuellen Umständen. Überschütten sich mit Zweifeln, Sorgen, Schuldgefühlen, leben in Ängsten. Wir können aber selbst daran arbeiten + unser Leben in die Hand nehmen. Es gibt nämlich ein paar Dinge, die wir tun können bzw. lassen sollten, um glücklich zu sein.

  1. Mit anderen vergleichen
  2. Den Drang nach Perfektionismus
  3. Jammern
  4. Unnütze Dinge horten
  5. Warten auf den perfekten Moment
  1. Wir konzentrieren uns auf das Positive
  2. Übernehmen Verantwortung für unser Leben
  3. Wir streichen das Wort >müssen< aus unserem Wortschatz
  4. Lieben uns + sorgen gut für uns
  5. Schließen mit der Vergangenheit ab

1. Wir vergleichen uns nicht mehr mit anderen

Es gibt so viele Gründe, warum wir aufhören sollten, uns mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genauso wie du, erlebt haargenau die gleiche Situation wie du + vor allem niemand ist so perfekt, wie er es nach außen hin gerne zeigt. Gerade in den Zeiten von Insta + Facebook wird uns eine Welt vorgespielt, die es so gar nicht gibt. Wir benutzen tausende von Filtern, drapieren unsere Wohnung so, dass sie im besten Glanz erstrahlt. Kaum jemand traut sich, sein ungeschminktes Gesicht oder seine unordentliche Wohnung zu zeigen. Und das sind alles Momentaufnahmen von einem „Leben“ das so gar nicht existiert. Auch im wahren Leben wissen wir nicht, wie es bei unseren Freunden zuging, bevor wir uns mit ihnen zum Essen verabredet haben. Vielleicht gab es da auch gerade etwas Knatsch, den wir nur nicht mitbekommen haben. Geht es um den Beruf, sehen wir nicht, was die Menschen dafür aufgeben mussten, um so eine Position zu erreichen. Oder wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht.

Wenn wir uns mit anderen vergleichen, sehen wir nur das, was wir nicht haben. Das Geld, das Haus, das harmonische Miteinander, schicke Klamotten, 3x Urlaub im Jahr, …! Oft hinterfragen wir das alles nicht einmal. Das was wir uns sehnlichst wünschen, sehen wir bei anderen, was uns neidisch oder traurig macht. Doch schauen wir mal genauer hin, finden wir auch viele Dinge, die wir gar nicht wollen. Möchten wir eine Familie, wo der Vater oder die Mutter fast nie Zuhause ist? Möchten wir teure Klamotten, auf die wir ständig aufpassen müssen? Streiten sich die Nachbarn wirklich nie? Wollen wir jeden Tag Sommer ohne mal den Sturm oder die Frische Luft nach einem Gewitter einatmen zu können?

Schauen wir lieber auf uns

Anstatt darauf zu gucken, was andere alles haben, konzentrieren wir uns doch lieber auf das, was wir haben. Worauf bist du stolz? Was hast du schon erreicht? Geht es dir wirklich so schlecht mit dem, was du hast? Und wenn du gerne etwas anderes hättest, dann überlege dir, wie du es erreichen kannst. Aber nur, weil DU es willst + nicht weil andere es auch haben.

Ich hatte vor einigen Jahren eine Freundin (zumindest dachte ich das), bei der lief immer alles super! Sie hat genau das erreicht, was ihr Lebensplan aufgezeigt hat. Sie war nur glücklich, hatte nie Stress + alles lief immer perfekt. Es hat mich wahnsinnig gemacht. Wie kann es bitte angehen, dass bei ihr immer alles genau so verläuft, wie sie es sich gewünscht hat? Wieso ist bei ihr immer alles so Friede, Freude, Eierkuchen? Und ich? Ich kriege hier mal wieder gar nichts geschissen. Das dachte ich zumindest eine Zeit lang. Bis ich dahinter gekommen bin, wie auch sie sich mit ihrem Freund zofft + wie auch bei ihr das Chaos während einem Umzugs herrschte. All das, hätte sie selbst nie zugegeben. Da habe ich das erste Mal so richtig gemerkt, in was für einer Scheinwelt einige Leben bzw. was sie uns für einen Quatsch nach Außen hin präsentieren. Das war der Moment, wo ich mich gerade auch im Social Net von diesen Menschen distanziert habe. Ich brauche mir keine Scheinwelten ansehen.  Ich möchte echte Menschen sehen, die authentisch sind. Seitdem hinterfrage ich viel mehr das, was man mir „vorlebt“ oder vorgibt zu sein.

2. Das Streben nach Perfektion

Also eines vorweg: Den perfekten Zustand wird es niemals geben! Und letztendlich ist Perfektionismus der direkte Weg in ein ungesundes + unglückliches Leben. Den Druck den du dir selbst dabei machst, in allem der Beste zu sein, ist ganz klar kein anzustrebender Zustand. Denn Perfektionisten sind nie zufrieden mit sich + ihrer Arbeit. Niemand sieht die letzten Feinschliffe, die unendliche Zeit, die du in dein Projekt gesteckt hast. Sei es eine Präsentation, dein Styling, dein neuestes Insta-Foto oder aber deine Erziehung. Niemand ist perfekt + alle machen Fehler – zum Glück. Sonst würden wir nur auf der Stelle treten.

Mach dich frei von deinem Perfektionismus. Mach dir bewusst, dass gut auch manchmal einfach gut genug ist. Deine Freundin oder dein Chef wird es gar nicht bemerken, dass du weniger als 120% gegeben hast. Akzeptiere deine Fehler, lass sie zu, denn sie gehören zu dir. Daraus kannst du lernen + wachsen. Beginne in kleinen Schritten deinem Perfektionismus zu widerstehen. Räume einmal nicht auf, wenn deine beste Freundin zu Besuch kommt. Gehe ungeschminkt aus dem Haus. Setze dir eine feste (knappere) Zeit für deine Aufgaben + wirklich damit auf, sobald die Zeit um ist. Erinnere dich daran, dass du gut genug bist. Du musst niemandem etwas beweisen.

Perfektionismus war mir immer zu langweilig

Ich war tatsächlich noch nie wirklich perfektionistisch. Schon beim Lernen habe ich eigentlich immer nur soviel gegeben, wie es nötig war. Mir war Perfektionismus tatsächlich immer zu anstrengend. Klar hatte ich mein persönliches „Perfekt“. Ich wollte schon auch immer etwas erreichen, aber eben nicht zu jedem Preis. Ich habe auch Klausuren nie nochmal durchgelesen, nachdem ich fertig war. Ich habe mein Wissen herunter geschrieben + abgegeben, fertig. So ist es eigentlich immer noch. Ist ein Kreis beim zeichnen nicht zirkel genau gezogen stört mich das nicht. Ist ja schließlich von Hand gezeichnet. Ich kontrolliere nicht gerne, vertraue lieber darauf, dass das alles schon so passt. Deswegen wird es auch immer wieder Texte von mir geben, in denen du Rechtschreibfehler findest. Meistens sind es Flüchtigkeitsfehler, die sich beim Tippen so einschleichen. 😉

3. Jammern ist out

Auch wenn es für viele noch der Volkssport Nummer 1 sein mag. Ständiges Jammern ist absolut nicht sexy oder hast du Lust dir ständig anzuhören, wie kacke alles ist? Jeder ist der Ärmste + jedem geht es am Schlechtesten. Eigentlich will das keiner hören + doch treffen sich immer wieder Menschen, die sich scheinbar darin batteln, wer es am Schwersten hat. Und wenn sie mit einer Gruppe fertig sind, ist am nächsten Tag die nächste dran oder der Frisör. Sich ständig im Negativen zu suhlen macht nur nicht glücklich. Im Gegenteil, wir nehmen die Opferrolle ein, weil ja eh alle anderen Schuld sind + glauben dann auch noch, dass alles Schlimme nur zu uns gelangt.

Jammern hilft tatsächlich gar nichts, macht alles nur noch schlimmer. Wenn wir mit etwas unzufrieden sind, dann gilt es daran etwas zu ändern. Wir sollten die Situation hinterfragen. Dazu gibt es ein ganz einfaches Sprichwort: Love it! Change it! Leave it! Was so viel bedeutet wie: Entweder lernst du es zu lieben + die Situation anzunehmen. Ist das keine Option, so ändere es. Überlege dir, was du anders machen kannst, damit dich die Situation nicht mehr stört. Geht das auch nicht, dann verlasse die Situation. Du hast dein Leben selbst in der Hand, verhalte dich auch so.

Jammern oder Auskotzen

Das Jammern ist echt eine tief verankerte Angewohnheit, die auch ich noch nicht ganz ablegen konnte. Ich merke aber, dass ich wesentlich feinfühliger geworden bin. Jammernde Menschen interessieren mich immer weniger + auch bei mir merke ich ziemlich schnell, wenn ich im Jammer-Modus bin. Für mich gibt es da zwei Modi Jammern + Auskotzen. Auskotzen ist für mich total in Ordnung. Dabei lässt du einfach mal raus, was gerade echt mal kacke läuft. Das passiert ja nun mal. Aber beim Auskotzen, machst du deinem Ärger nur mal kurz Luft + denkst dann schon wieder darüber nach, wie du aus der Misere wieder herauskommst. Beim Jammern hingegen, willst du eigentlich keine Lösung, du möchtest Mitleid + das am besten von jedem, den du kennst. Du erzählst immer + immer wieder von deiner schlimmen Geschichte oder Situation. Und denkst, dass du armes Schwein dem Ganzen hilflos ausgesetzt bist. Ich sage: „Auskotzen JA, aber Jammern NEIN!“

4. Was nicht glücklich macht, kann weg

So oder so ähnlich solltest du mal durch deine Wohnung oder Haus gehen + aussortieren. Was brauchst du wirklich? Wirst du die Computerspiele von 1995 wirklich noch benutzen? Ist etwas kaputt, schmeiß es weg oder repariere es, aber hebe es nicht auf als Reserve, falls das neue Teil kaputt geht. Es hatte ja einen Grund, warum du dir das neue zugelegt hast. Unnötige Gegenstände belasten uns. Sie sind ständig im Weg + nehmen uns den Platz zum Atmen. Sie machen es uns unnötig schwer unseren Haushalt auf Vordermann zu halten, weil wir sie ständig wieder von einer Ecke zur nächsten räumen. Kurz gesagt, sie nerven mehr, als dass sie uns Freude bringen.

Mal gründlich auszumisten ist so unglaublich befreiend. Probiere es selbst mal aus. Du kannst damit anderen eine Freude machen + vielleicht auch noch ein bisschen Geld damit verdienen. Und dann, wenn du dich von allem Unnützen befreit hast gibt es eine goldene Regel: Kaufst du etwas Neues, muss etwas Altes dafür gehen (es sei denn, es fehlt tatsächlich etwas). Gibt es einen neuen Staubsauger, entsorge den alten. Kaufst du dir neue Socken, so sortiere deine alten aus. So verhinderst du, dass du deine Wohnung wieder neu „zumüllst“. Mach dich frei! Denn Glück gehört zu Qualität + nicht zu Quantität.

Einmal alles raus

Ich liebe es auszumisten! Es gibt mir das Gefühl wieder wesentlich freier atmen zu können. Gerade jetzt mit den Vorbereitungen auf unser Baby, misten wir viel aus. Die Wohnung ist auch schon  ziemlich clean. YES! Doch was noch fehlt + das ist fast schon eine Herausforderung, ist der Keller + die Garage. Ich habe in den letzten Jahren schon mehr gelernt, dass Ausmisten mir gut tut. Mein Mann ist da noch eher mitten im Prozess. Während er noch an einigen Dingen festhält, kann ich mich schon wesentlich leichter  von Dingen trennen. Manche Kisten wurden während den letzten 3 Umzügen nicht aufgemacht, da ist es unwahrscheinlich, dass der Inhalt uns wirklich Freude bringt.

Als Kind hatten wir immer einen Flohmarktkoffer + eine Karnevalkiste. Dort kam alles an Klamotten + Accessoires rein, die wir nicht mehr anzogen. Und wenn wir mal wieder aussortiert haben + unsere Klamotten in die jeweiligen Kisten packen wollten, habe ich immer mindestens ein altes Teil wieder herausgezogen, was ich glaubte wieder anziehen zu wollen. Allerdings sind diese Teile bei der nächsten Aktion doch wieder in die Flohmarktkiste gelandet. 😉

5. Der perfekte Moment, der niemals kommt

Verabschiede dich von dem Gedanken, dass es den perfekten Moment gibt! Tut er nämlich nicht. Kinder kriegen? Aber bitte erst, wenn beide einen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag, wir ein eigenes Haus + genügend Geld haben. Den Traum von einem eigenen Business verwirklichen? Das mache ich dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind irgendwann, wenn der Mond günstig steht. Mich für einen Sportkurs anmelden? Ah, das passt gerade gar nicht. Ich habe keine Zeit dafür + ich glaube, da kommt auch ne Erkältung. Außerdem will ich erst aufhören zu rauchen, sonst macht es ja keinen Sinn. So könnte ich jetzt noch ne Stunde weiter schreiben. Denn egal worum es geht, wir suchen immer nach dem perfekten Moment, um mit etwas zu beginnen. Dumm nur, dass es den nicht geben wird. Wir können nicht planen, wie unser Leben verläuft. Wir wissen nicht, ob wir jemals einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen oder es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören. Wir wissen nicht, wie lange wir auf dieser Welt sein dürfen + genau das ist der springende Punkt.

Wir warten alle so lange, bis es zu spät ist. Irgendwann sind wir nicht mehr in der Lage Kinder zu bekommen. Irgendwann ist irgendwann zu spät. Mir hat mal eine 4-fache Mutter gesagt: „Wenn ich auf den richtigen Moment gewartet hätte, hätte ich jetzt gar keine Kinder!“ Das was wir im Alter wirklich bereuen sind die Dinge, die wir NICHT gemacht haben. Also worauf warten wir? Du hast einen Traum oder ein Ziel? Dann fange jetzt damit an, es umzusetzen. Mache dir einen Plan, treffe alle Vorkehrungen. Beginne damit, dein Leben so zu gestalten, wie du es möchtest. Warte nicht länger.

Ich habe keinen Bock mehr zu warten

Ich habe Ende 2017 für mich gemerkt, dass ich keine Lust mehr habe zu warten. Mit hat das Leben wieder mal gezeigt, wie verdammt schnell es vorbei sein kann – in jedem Alter. Ich hatte natürlich Angst vor den Reaktionen aus meinem Umfeld, aber mir war auch klar, dass ich etwas ändern musste. Ich wollte unbedingt mein eigenes Business + Kinder! Denn das waren die Dinge, bei denen wir auf den perfekten Moment gewartet hatten. Aber ich wollte nicht mehr warten, hatte das Gefühl, dass mir die Zeit weg rennt + es irgendwann wirklich zu spät ist. Also habe ich es gewagt. Jetzt habe ich mein Business + erwarte mit großer Freude mein erstes Kind.

1. Positiv, das Positive bitte!

Schluss mit negativen Nachrichten + Hiobsbotschaften. Ab jetzt konzentrieren wir uns nur noch auf das Positive. Wenn wir uns nur mit negative Nachrichten befassen, bekommen wir schnell den Eindruck, dass die Welt ein Scherbenhaufen ist. Wir sehen nur noch das Schlechte. Ist dir schon mal aufgefallen, wie wenig über die schönen Dinge gesprochen wird, wenn du dich mit Freunden oder Familie unterhältst? Thema Nr. 1 – Krankheiten, gefolgt von Arbeitslosigkeit oder Trennungen. Es wird erzählt, wie schrecklich die Arbeit doch ist oder wie furchtbar die Kinder sich wieder verhalten haben. Als würden wir nichts schönes in unserem Leben erfahren.

Es passieren gute + schlechte Dinge auf der Welt. Das war so + das wird auch immer so sein. Aber wir entscheiden darüber, was wir davon in unser Leben lassen. Möchtest du dich für ein glückliches Leben entscheiden? Dann beginne jetzt damit, dich auf das Positive zu fokussieren. Wie wäre es mal mit einem Gesprächscode anstatt einem Dresscode auf der nächsten Feier? Du bittest alle Gäste darum, sich nur gute Dinge zu erzählen. Wäre doch mal eine Idee, oder? Dazu könntest du zum Beispiel auch ein paar Gesprächskärtchen auf den Tisch legen, falls den „Jammerlappen“ nichts Positives einfällt. 😉

Die Wahrnehmung verändert sich

Je mehr wir uns mit dem Guten befassen, umso mehr nehmen wir auch die positiven Dinge wahr. Ich selbst merke es immer wieder, wie krass ich mich + meine Wahrnehmung verändert habe, seitdem ich keine Nachrichten mehr schaue. Muss ich wirklich wissen, was alles Schlimmes in der Welt passiert? Jeden Terroranschlag? Jeden Unfall? Alles, was wir in den Nachrichten hören ist schon geschehen + nicht mehr rückgängig zu machen. Geht es um Themen, die mich selbst betreffen, mich akut bedrohen + woran ich selbst etwas ändern kann, dann bekomme ich davon auch so mit. Mir geht es deutlich besser so, seitdem ich entscheide, was ich in mein Leben lasse + was nicht.

2. Wir sind für uns selbst verantwortlich

Jedem von uns passieren blöde Dinge, die uns das Leben etwas schwerer machen. Das kann bei der Kindheit anfangen oder aber auch erst später im Job auf uns zu kommen. Bei niemandem läuft alles perfekt. (Perfekt gibt es ja schließlich auch nicht, haben wir eben gelernt) Es gibt aber zwei Möglichkeiten mit diesen  Umständen umzugehen. Wir können den Umständen + anderen Menschen die Schuld dafür geben, dass wir nicht glücklich sind. Oder aber, wir übernehmen Verantwortung für unser Leben. Was geschehen ist, können wir nicht ändern. Und ja wir sind so geworden, weil uns bestimmte Dinge passiert sind. Was wir aber tun können, ist dies zu akzeptieren, uns den Staub von den Schultern fegen + dafür zu sorgen, dass wir jetzt das Leben führen, was wir uns wünschen. Es ist unsere Entscheidung. Und deine auch!

Löse dich davon, dass du anderen für alles die Schuld geben kannst. Verharre nicht in Dingen, die vergangen sind, sondern gehe dein Leben lösungsorientiert an. Wo möchtest du hin + wie kannst du das erreichen?

3. Endlich nicht mehr müssen müssen

„Ich muss zur Arbeit.“ Ich muss putzen.“ „Ich muss meinen Dr.-Titel schaffen.“Ich muss früh ins Bett gehen.“ „Ich muss dies… ich muss das…“ Viel zu leicht geht uns dieses Wort über unsere Lippen. Doch merken wir bewusst gar nicht, was uns das Wort >müssen< eigentlich suggeriert. Etwas müssen zu müssen, beinhaltet automatisch auch, dass wir keine Wahl hätten. Doch ist das nicht richtig. Wir haben immer eine Wahl. Es ist immer nur die Fragen, wie + ob wir mit den Konsequenzen leben möchten. Wir können auch später ins Bett gehen, wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass wir dann nicht ganz so ausgeschlafen in den nächsten Tag starten. Wir müssen nicht putzen, wenn es uns gerade nicht so wichtig ist, wie die Bude aussieht.

Doch wenn wir uns dafür entscheiden etwas zu tun, dann sollten wir mal an unserer Formulierung arbeiten. Wir können zum Beispiel sagen: „Ich möchte heute gerne früh ins Bett gehen, weil ich morgen gerne ausgeschlafen + fit zur Arbeit gehen möchte.“ „Ich möchte gerne zur Arbeit gehen, weil ich mir so mein schönes Leben leisten kann.“ Wir alle können das tun, was wir möchten. Dass es der einfachste Weg ist, hat niemand gesagt. Wir verwechseln nämlich gerne das Unmögliche mit dem Schwierigen.

Müssen oder dürfen?

Ich arbeite auch noch daran, das Wort >müssen< aus meinem Wortschatz zu streichen. Zu lange habe ich es zu inflationär verwendet. Habe mir keine Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen so ein kleines Wörtchen haben kann. Was es mit uns macht. Ich arbeite gerne + ich habe auch gerne die Wohnung sauber. Viel öfter möchte ich hinterfragen, warum ich etwas tun möchte. Wo ich sonst geglaubt habe es zu müssen. Wir müssen nichts. Die  Entscheidung liegt bei uns. Was möchten wir + welche Konsequenzen können wir tragen?

4. Ich liebe mich, basta!

Jaaa, die Selbstliebe + Fürsorge taucht immer wieder auf. Sie ist einfach auch der Grundstein für ein glückliches Leben. Sich selbst anzunehmen, zu akzeptieren + zu mögen ist viel zu wichtig, um es zu verschweigen. Sich selbst zu lieben/mögen fängt schon damit an, sich selbst nicht so fertig zu machen. Diese negativen Gedanken, die sagen. „Ich bin aber auch wieder zu blöd für die Welt.“ „War klar, das ausgerechnet ich es wieder kaputt machen muss.“ „Ich hasse es, dass ich es nicht mal schaffe den Haushalt zu schmeißen.“ „Jetzt heule ich schon wieder meinem Ex nach, ich dämliche Kuh.“…

Wir gehen mit uns selbst um, so würden wir keinen unserer Freunde behandeln. Wieso zerfetzen wir uns selbst so sehr, dass es uns fast unmöglich macht auch nur ein Hauch von Selbstliebe zu empfinden? Es prasselt doch schon genügend Stress auf uns ein. Da sollten wir doch wenigstens zu uns fürsorglich + mitfühlend sein. Stattdessen wird unser Kritiker immer größer + wartet mit seiner Strafe an der nächsten Ecke auf uns. So funktioniert es nur leider nicht mit dem glücklich sein. Wir können nicht gleichzeitig lachen + weinen. Zumindest, wenn es sich um keine Freudentränen handelt. 😉

Wenn du dich entschieden hast, ein glückliches Leben zu führen, dass fange an dich zu akzeptieren, dich zu lieben, deine Schwächen anzunehmen + vielleicht sogar in Stärken zu verwandeln. Sei mitfühlend, wie zu einer guten Freundin. Erlaube dir Fehler + ziehe deine Schlüsse daraus. Gönne dir etwas Schönes, verwöhne dich + sei gnädig mit dir. Nur so kannst du dich glücklich machen.

5. Bye, bye Vergangenheit, bye

Um glücklich zu sein müssen wir lernen die Vergangenheit ruhen zu lassen. Alles was war, können wir nicht mehr ändern. Wir können akzeptieren + annehmen was passiert ist, erkennen, wie es uns geprägt hat + daraus das Beste machen. Wenn wir immer zu in der Vergangenheit wühlen oder leben, so können wir niemals positiv nach Vorne schauen. Ständig werden wir daran erinnert was war. Verbieten uns dadurch an ein glückliches Leben zu glauben. Teilweise fällt es uns sogar schwer, sich auf etwas Neues zu freuen, aus Angst, dass wir wieder enttäuscht oder verletzt werden.

An der Vergangenheit festzuhalten hindert uns nicht nur an ein glückliches Leben, es macht unser Leben auch noch ungesünder. Körperliche Beschwerden treten auf, wie Kopfschmerzen oder ein geschwächtes Immunsystem. Es kann sogar soweit gehen, dass wir in eine Depression oder in ein Suchtverhalten rutschen, weil wir den Schmerz der Vergangenheit nicht mehr ertragen können.

Für ein glückliches Leben ist es also sooo wichtig mit dem Vergangenen abzuschließen. Das bedeutet, dass wir akzeptieren was geschehen ist, dass wir erkennen, dass diese ungewollte Situation vorbei ist. Es bedeutet auch, dass wir uns bewusst machen, dass das Festhalten uns noch mehr schadet + dass wir selbst bestimmen können, wie unser weiteres Leben aussehen wird. Und dann können wir (gerne auch schriftlich) einmal + das letzte Mal alles durchgehen, was uns in der Vergangenheit schlimmes widerfahren ist. Schritt für Schritt, Situation für Situation können wir so mit unserer Vergangenheit abschließen.

Früher war alles besser

Auch ich bin jemand, der wahnsinnig gerne in der Vergangenheit gelebt + an ihr festgehalten hat. Anstatt mich auf neue Situationen einzulassen, habe ich lieber zurück geschaut, als es noch gut war. Was mich dann wiederum traurig gestimmt hat, weil ich es nicht mehr hatte. Besonders bei Freunden ging mir das so. Ich habe Erinnerungen + Menschen hinterher „getrauert“ anstatt im Hier + Jetzt nach einer Lösung zu suchen. Es hatte seinen Grund, warum meine Freunde + ich uns getrennt haben, doch die wollte ich nicht sehen. Ich habe nur daran gedacht wie schön früher doch alles war + dass ich es zurück haben wollte. Was natürlich nicht ging – es wäre nicht mehr das Gleiche. Erst in dem letzten Jahr habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, mit dem Alten abzuschließen, um hier glücklich sein zu können.

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