Das Leben im 4-beinigen Spagat…

…Arbeit, Freunde, Haushalt, Hobby

Ha, Spagat! Das mir ausgerechnet dieser Begriff zu diesem Thema einfällt. Dabei habe ich es in 6 Jahren Kunstturnen und trotz Hypermobilität nicht 1x bis zu einem vollkommenen Spagat geschafft. 😉 Aber ich schätze, da habe ich mich wohl von dem allgemeinen Auspruch leiten lassen oder liegt es daran, dass ich auch jetzt das Gefühl habe, das die letzten 3 cm bis zu einem echten Spagat fehlen?

Vild mit vollem Schreibtisch - bussy Woman„Heute nicht ich bin zu schlapp, morgen oder übermorgen vielleicht.“

Es ist mal wieder soweit! Ich werde ruhiger in meinen Social Media Kanälen, das Zeichnen und somit die „Produktion“ von neuen Designs kommt viel zu kurz, die Wohnung sieht auch nicht sonderlich einladend aus und irgendwie sagt mir mein Körper, dass ihm regelmäßige Bewegung gerade ganz unglaublich gut tun würde. Und dann sind da noch die Freunde und mein Mann denen ich gerne viel mehr Zeit einräumen möchte und das Verlangen einfach mal nichts tun zu wollen, vollkommen zu entspannen. Achja, das hätte ich jetzt fast vergessen, mein 40 Std Job, der natürlich auch vollste Konzentration und Leistung von mir erwartet. Alles scheint mir irgendwie gleich wichtig, aber der Tag hat trotzdem nur 24 Stunden, wovon 8 definitiv dem Schlaf gewidmet werden müssen, da ich sonst gar nicht mehr klar komme. Also irgendwie Prioritäten setzen.

Es ist alles nur in meinem Kopf

Wie auch gerade in diesem Moment habe ich manchmal diese Phasen, da ist so viel in meinem Kopf, dass ich gar keinen klaren Gedanken fassen kann. Da hilft wohl nur noch aufschreiben und planen, aber so viele Ideen, wie ich produziere kann ich gar nicht verplanen. Jeder Tag macht irgendwie wieder einen Strich durch die Rechnung, ob es nun ein Stau ist, der meine Fahrtzeit um eine halbe Stunde verlängert, der aufgeschobene Haushalt, der mich irgendwann wieder einholt, bevor ich etwas Neues, das geplante umsetzen kann.

Eine Freundin, die nach einem Treffen fragt, weil wir uns schon so lange nicht mehr gesehen haben. Oder es ist einfach der Körper der mich zur Ruhe zwingt und nichts anderes machen lässt als einfach ein paar Stunden im Internet zu verdaddeln, da ich ja noch die Hoffnung habe, in den nächsten Minuten etwas Produktives zu starten. Durch die ganze Planerei schleicht sich dann das Gefühl bei mir ein, dass sich mein Leben nur noch im Kopf bzw. in meinem Kalender abspielt ohne dass wirklich etwas geschieht. Kommt Dir das Gefühl vielleicht auch bekannt vor?

Nutze jeden Moment Deines Lebens, es könnte der letzte sein!

schlafender Koala im Baum… und dann, egal wo man hinschaut liest man diese Zeilen, man soll das beste aus seinem Leben machen, nicht auf morgen warten und sich bewusst machen, dass das Leben eh schon viel zu kurz ist. Ich kann den Gedanken sehr gut verstehen, und nehme mir das auch regelmäßig vor. Der plötzliche Tod meines Vaters, zeigt mir genau das – Morgen kann es schon vorbei sein.

Allerdings betrachte ich ihn manchmal auch von der anderen Seite. Jede Sekunde nutzen? Immer alles geben? Ständig etwas Sinnvolles tun und immer produktiv sein? Keine Zeit verschwenden? Das sorgt für eine Achterbahn in meinem Kopf. Gibt mir das Gefühl von „Hamster im Laufrad“. Vielleicht möchte ich genau das: Zeit verschwenden, träumen, surfen, abschalten und nichts tun. Im Niederländischen gibt es da ein eigenes Wort für „niksen“ (nichts tun). Und dann stehe ich wieder vor der Herausforderung genau das zu akzeptieren, hinzunehmen, dass das, was ich eigentlich machen wollte liegen geblieben ist. Die Pläne einfach mal genau so im Raum stehen zu lassen, mich nicht deswegen schlecht zu fühlen oder mich zu ärgern, dass ich mit heidee nicht weiter gekommen bin oder die Spülmaschine nicht ausgeräumt habe.

Da wären wir wieder bei dem Thema Selbstliebe

Wie gehst Du mit diesen ganzen alltäglichen Aufgaben um? Wie räumst Du Dir genügend Zeit für Freunde, Deinem Hobby, dem Haushalt und Entspannungsphasen ein?

Ich glaube, dass es wichtig ist, auf seinen Körper zu hören. Es gibt einfach Phasen, da ist man halt einfach nicht besonders produktiv. Diese Zeit kannst Du dann für Dich nutzen, Deine Akkus mal wieder richtig aufladen. Nur solltest Du auch genau diese Zeit angemessen zelebrieren. Wenn Du Lust auf Couching hast, dann mach es Dir auch so richtig gemütlich. Zünde ein paar Kerzen an, mache Dir Deinen Lieblingssnack, schaue Deine liebste Serie, Deinen liebsten Film oder lese das Buch, was Dich gerade fesselt. Nur nicht kauern und die ganze Zeit daran denken, was Du eigentlich erledigen wolltest. Dir selbst keine Vorwürfe machen oder womöglich noch bestrafen. Es ist jetzt einfach nicht die Zeit für das, was Du geplant hast – jetzt ist Deine Zeit und das wonach Dein Körper sich sehnt.

Leichter gesagt als getan

Genau das wirst Du Dir jetzt wahrscheinlich denken. Und auch ich muss fairerweise sagen, dass es mir nicht immer leicht fällt. Ganz im Gegenteil, jeden Tag übe ich aufs Neue mich und meine Bedürfnisse zu akzeptieren. Aber wenn ich mir überlege, dass ich vor einem Jahr noch ausgeflippt bin und ich erst dann wieder zufrieden war, wenn die Aufgaben (gerade im Haushalt) erledigt wurden, dann kann ich doch schon mit Stolz behaupten, dass ich wesentlich entspannter geworden bin. Sich aufzuregen kostet unglaublich viel Energie und warum sollte ich dieses wertvolle gut verschwenden, wenn es doch eh schon so knapp bemessen ist. Wieso sollte ich eine Einladung einer Freundin absagen, weil es der Haushalt vielleicht gerade nicht zulassen würde? Dafür ist das Leben wirklich viel zu kurz. Und der Gedanke daran, macht mich wieder ein Stück zufriedener.

Vielleicht geht es Dir ja auch bald schon so und kannst entspannt auf dem Sofa liegen ohne Dich dabei selbst anzuekeln? Ich freue mich auf jeden Fall über Deine Geschichte in den Kommentaren.

Wenn Du eine kleine Geschichte von mir über den Kampf um das eigene Ich lesen möchtest, dann schau Dir doch mal diesen Blogartikel an: Ich wollte nie wie all die anderen sein

Ich verabschiede mich nun und wünsche Dir eine entspannte Zeit voller Selbstliebe und Achtsamkeit. Lass es Dir gut gehen!

Bis bald,

class=“Text“>Deine frau heidee

Ps: Jetzt gehe ich wieder zurück auf die Couch und übe weiter. 😉

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