Das Chaos bändigen mit Planung + innerer Ruhe

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Wie ich gelernt habe als Chaotin glücklich zu sein.

Also ich bin ja von Natur aus eher der Chaot. Das war als Kind schon so. Mein Zimmer sah immer aus, wie nach einem Tornado + das Aufräumen hat maximal einen bis zwei Tage angehalten. Dieses Chaos hat sich durch mein Studium bis heute durchgezogen. So grundsätzlich zumindest. Auf meinem Arbeitsplatz, habe ich schnell angefangen Ordnung zu halten, zumindest am Ende des Arbeitstages. Da hatte ich wohl schon so ein Gefühl, dass mich Ordnung besser denken lässt. Doch das Chaos entstand in meinem Kopf, nicht in den Händen.

Kopfsalat, der Urprung meiner Unordnung

Erst als ich mich intensiv mit mir + meinem Inneren befasst habe, konnte ich feststellen, in meinem Kopf  alles begann. Er war voller Ideen + Gedanken, die ich so ohne weiteres nicht abstellen konnte. Doch in der Zeit während der Reha habe ich gelernt, wie ich das Chaos in den Griff bekommen kann, dass ich dafür eine gewisse Struktur brauche. Ich habe verstanden, dass Ordnung im Außen hat auch meine Gedanken ruhiger werden lassen. Ich habe angefangen meine Termine aufzuschreiben, meine Wohnung öfter aufgeräumt, To dos zu notieren + Tagebuch zu führen. Denn was ich aus meinem Kopf auf Papier bringen konnte, brauchte ich dort nicht mehr festhalten oder sortieren.

Ich habe diverse Systeme ausprobiert. Hatte teilweise 3 Bücher, einen Kalender, eins für die To Dos + ein für das Tagebuch. Dann habe ich es mit einer Kalender App ausprobiert. Es hat alles eine kurze Zeit lang funktioniert, aber nicht dauerhaft, so wie ich mir das vorgestellt habe. Letztes Jahr habe ich dann meinen eigenen Kalender herausgebracht, so wie es für mich gerade passend war. Er hatte genügend Platz für Ideen, Termine, To Dos + hat mir geholfen meine Woche zu reflektieren. 

In diesem Jahr lag mir die Übung der Dankbarkeit besonders am Herzen. Darum habe ich meinen Kalender für 2020 etwas angepasst, so dass wir jeden Tag aufschreiben können, wofür wir Dankbar sind, worauf wir stolz sind + was unser spezieller Glücksmoment war. Mit diesem Kalender habe ich alles vereint, was unser Chaos besänftigt + wir konzentrierter unseren Alltag leben können. Denn wenn wir dankbar sind, fördert das unsere Kreativität + Motivation.

Dankbarkeit macht uns gesund

Am Anfang habe ich wild meine Gedanken aufgeschrieben, später dann mehr den Fokus auf das Positive gerichtet, indem ich ein Dankbarkeitstagebuch geführt habe. Dankbarkeit ist etwas, dass uns gesund macht + was wir ganz einfach trainieren können. Es gibt viele verschiedene Wissenschaftler + Psychologen*, die mit Hilfe von Studien belegt haben, dass wir durch tägliche Dankbarkeit positiver gestimmt + motivierter sind, wir weniger Angst, Neid + Wut verspüren.

In den Studien konnten schon nach 10 Wochen Dankbarkeitsübungen, messbare Erfolge bei den Probanden erzielt werden. Im Vergleich zu derer, die 10 Wochen lang ihren Tag neutral reflektieren oder ihre schlechten Erfahrungen des Tages aufschreiben sollten, hat das „Team Dankbarkeit“ mehr Optimismus versprüht. Sie fühlten sich deutlich vitaler + spürten mehr Lebensfreude. Körperliche Beschwerden wurden minimiert + sie gingen weniger oft zum Arzt. Ist das nicht großartig? Und es kostet uns fast nichts, nur ein bisschen Zeit. Und die können wir uns sogar zu einem gemütlichen Me-Time-Ritual einrichten. Mit Lieblingsgetränk + Kuscheldecke zum Beispiel.

Was ich noch viel spannender finde ist, dass Versuche diverser Forscher ergaben, dass Dankbarkeitsübungen dein Glücksniveau um 25% anheben kann. Auch konnte bei leichten bis mittelschweren Depressionen das  Antidepressiva ersetzen werden. Bei Menschen mit posttraumatischem Stress, konnte man dies mit  Dankbarkeitsinterventionen lindern.

Unsere Gesundheit beginnt im Kopf + in der Seele

Wenn wir uns das mal genau überlegen, macht es einfach auch Sinn, dass wir unser Chaos dort bändigen, wo es entsteht, nämlich im Kopf. Ist unser Kopf aufgeräumt + unsere Seele glücklich, so haben wir genügend Energie unser Außen zu organisieren. Wenn unser Außen geregelt ist, eliminieren wir neue Stressfaktoren, die unser Inneres aus dem Gleichgewicht bringen können. Wir entwickeln eine ruhige Grundhaltung, haben den Fokus auf die schönen Dinge + nehmen negative Situationen kaum noch wahr. Und das Ganze für etwa 10-20 Minuten am Tag. Eine kleine Auszeit, die wir uns selbst schenken + unser Leben damit äußert positiv beeinflussen. Also ich bin begeistert, du auch?

Ich freue mich mega auf den neuen Kalender, auf die neuen Tagebuchseiten + die leeren Seiten mit viel Platz für meine Gedanken. Ein Ort wo ich mein Inneres + Äußeres organisieren kann.

Den Kalender kannst du übrigens ganz einfach bei mir im Onlineshop (vor)bestellen.

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Und jetzt wünsche ich dir eine gute Zeit.

Deine Judith

 

*Robert Emmons, Michael McCullough, Paul J. Mills, Willibald Ruch, Barbara Fredrickson

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